Aram Bartholl
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Are you social?
unlimited multiple
2007













Download: Alle Micro Buttons auf microbuttons.wordpress.com/!


Der Siegeszug des Web2.0 mit Diensten wie Flickr, YouTube, MySpace und Co hat in den letzten zwei Jahren zu einem neuen Boom im Internet geführt. Nachdem im Jahr 2000 die grosse Internetblase an der Börse geplatzt war, investieren die Geldgebern (VCs) jetzt wieder in sogenannte Startups, kleine Internetfirmen um mit eventuellen Verkaufserfolgen wie z.B. bei Youtube oder Myspace grosse Erlöse zu erzielen. Die Anzahl neuer Webdienste ist unüberschaubar gross geworden und nimmt weiterhin zu. Oft werden bereits erfolgreiche Dienste kopiert, variiert und kombiniert. Erfolgreich ist ein Webdienst schon dann, wenn er hohe Userzahlen vorweisen kann, welche im späteren Fall Werbeeinnamen garantieren.

Der schnell aufgebrauchte Begriff Web2.0 wurde in Internetkreisen unlängst durch die Bezeichnung "Social Web / Social Software" abgelöst. „Social“, da die Vernetzung von Usern untereinander eine zentrale Rolle im neuen Internet spielt. Alle diese Dienste erfordern das Anlegen eines Profil’s mit Namen, Foto und allerlei persönlichen Informationen. Über Freunde- und Buddylisten erstellt der User dann sein eigenes Netzwerk, um gesehen zu werden und vom grossen Informationsfluss zu profitieren. Je nach dem wie intensiv und welche Dienste ein User benutzt, werden mehr und mehr Details des privaten Alltags öffentlich. Entgegen der grossstädtischen Zurückhaltung im alltäglichem Leben im Öffentlichen Raum z.B. im Supermarkt oder im Cafe, wird im Netz die Privatsphäre einer breiten Öffentlichkeit, bisweilen mit detaillierten Partyerlebnisse der letzten Nacht, preisgegeben. Die neuen Dienste bergen grosse Potentiale für den Nutzer, die weitgehende Transparenz wirft aber viele Fragen auf.

Da die meisten Socialweb-Plattformen untereinander nicht vernetzt sind, ist es schwierig nachzuverfolgen welcher Freund oder Bekannter bei welchem Dienst unter welchem Namen angemeldet ist. Identifikationsplattformen wie z.B. OpenID versuchen in Zukunft hier Abhilfe zu schaffen. Im Moment ist es aber noch üblich, dass der User sich bei jedem neuem Dienst das Freundenetzwerk neu aufbauen muss. Um dies zu erleichtern veröffentlichen umtriebige Nutzer eine Auflistung von sogenannten Micro Buttons der entsprechenden Dienste auf ihrer Webseite oder Weblog.

Das T-Shirt „Are you social?“ greift dieses Phänomen auf und listet die bekanntesten Socialweb-Dienste (Stand 08/2007) als Micro Buttons mit Kästchen zum ankreuzen auf. Der Träger des T-Shirts ist aufgefordert mit einem Stift die Dienste, die er benutzt zu markieren um sich mit diesen in der Öffentlichkeit zu zeigen. Wie erscheinen User mit ihren Netzidentitäten am Körper getragen im physischen öffentlichen Raum? Was bedeutet Identität in Zeiten von Web2.0? Wohin führt uns die uferlos wachsende Anzahl von neuen Webdiensten?


Credits:

Das Projekt "Are you social?" ist eine Kooperation von Aram Bartholl ( Konzept) and Markus Angermeier
( Micro Button design und Auswahl der Dienste ).


Ausstellung:

Das Projekt "Are you social?" wurde erstmalig auf der Ars Electronica 2007 im Second City shop gezeigt und war dort auch käuflich zu erwerben.


Download: Alle Micro Buttons auf Kosmar.de!

Aram Bartholl 2007
www.datenform.de












"Are you social?"- Tattoos
Unlimited multiple 2008

"
Customize and wear Are-you-social-tattoos. Wear Web2.0 on your skin! Inhale Social Web!"


"Are you social?"-Tattoos sind eine Weiterentwicklung des "Are you social?"-T-Shirts und dienten als Flyer der Arbeit "Friends" während Futuresonic Festivals 2008.

Full DIY instructions at www.instructables.com

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